
Achimer Kreiszeitung
22.1.2202
Temparamentvoll bis sentimental / Heißblütiges Flamenco-Konzert begeisterte im Kasch (rob)
Achim - Anfangs ging es beim Flamencokonzert im Kulturhaus "Alter Schützenhof" mit Gota de Fuego sehr besinnlich zu. Ein Musiker saß auf der Bühne, unterhielt sein Auditorium mit leisen Gitarrenklängen. Doch dieser erste Eindruck spiegelte keinesfalls das Programm des ganzen Abends wider.
Denn danach betrat ein zweiter Gitarrist die Bühne, die Klänge wurden lauter, temparamentvoll und feurig. Als anschließend eine Tänzerin mit ihrer impulsiven Darbietung die Bühnenbretter zum beben brachte, war der Funken zum Publikum längst übergesprungen. Spanisches Temparament in jeder Hinsicht bot die Flamencogruppe Gota de Fuego - Rüdiger Zietz und Gilberto Torres mit mitrißenden Klängen an der Gitarre, Elena Martin im roten Kleid als feuriger "Wirbelwind" und Carmen Fernandez mit rhythmischem Gesang.Der von vielen kulturellen und musikalischen Einflüssen geprägte Flamenco sei vor über hundert Jahren aus der Verfolgung der spanischen Zigeuner entstanden, erzählte Manager Sebastian Kofeldt. Die innovativen Arrangements der Gruppe basierten auf dieser Tradition. Rund 50 verschiedene Musikrichtungen vereinigten sich laut Kofeldt im Flamenco. Von traurig und melancholisch über dramatisch bis zu fröhlic reichten die Facetten dieser Einheit aus Musik und ausdrucksstarken Tanzauch beim Konzert im KASCH. Und diese feurige Mischung kam beim Achimer Publikum bestens an.

Achimer Kurier
22.1.2202
"Gota de Fuego" entfacht feurige Show (Gerda Peters)
Achim - In den Gläsern glänzt dunkelroter Wein. Auf Tellern liegen kleine Holsspieße - mit Käse und Oliven bespickt. An kleinen, runden Tischen sitzen die Besucher im Saal des KASCH, der an diesem Abend das Flair einer Bodega hat. Der Grund sind die "Feuertropfen" auf der Bühne - eine Flamenco-Gruppe aus Hamburg, die natürlich eine spanischen Namen hat: "Gota de Fuego".
Was sich da auf der Bühne tut, ist weniger ein Tropfen, es ist eine regelrechte Feuersbrunst: Schuhsohlen und Absätze bearbeiten die Bretter, dass der Kreidestaub (der den Boden Rutschfest macht) meterhoch aufwirbelt. Kraftvoll und leidenschaftlich erklingen die Gitarren und laut klagend ist der Gesang - der Rhythmus der schmetternden Füsse treibt sie voran. Das ist Flamenco in seiner traditionellen Form: als Einheit von Gesang, Tanz und Musik. In Ihrem Tanz sind nach eigenen Worten "viele zigeunerische Elemente" vorhanden. Die seit einigen Jahren in Hannover lebende Spanierin lernte Flamenco bereits als Kind im Andalusichen Cadiz. Von der Großmutter und der Mutter habe sie die Schritte abgeguckt, sagt sie. In eindrucksvoller, stolzer Haltung steht Elena Martin in feuerrotem Kleid auf der Bühne. Die tiefschwarzen Haare sind streng nach hinten gekämmt. In ihrem Gesicht zeigen sich Wut und Schmerz. Davon erzählen auch die Bewegungen ihres Körpers, ihre sich schlangengleich windenden Arme, ihre Hände und gar jeder einzelne Finger. Und die in schnellem Tempo auf den Boden hämmernden Füße. Dieser improvisierte Tanz, dessen Ablauf nicht wiederholbar ist, weil er allein aus dem momentanen Gefühl herauskommt, fordert höchste Konzentration der musikalischen Begleiter. Zwar gibt es Elemente, die vorgeschrieben sind, doch allein der Rhythmus der Tänzerin bestimmt den Ablauf. Bindeglied ist lediglich der "Compas", so wird die besondere rhythmische Akzentuierung in der Flamencomusik genannt, die bis zu 12 Schläge pro Takt haben kann. ...

Lübeker Nachrichten
28.10.1999
Flamenco - stolz und schön
Von B. REICHELT
LÜBECK - Sie haben das Temperament und den Rhythmus Spaniens in die Hansestadt gebracht. Am Dienstag Abend gastierte die Gruppe "Gota de Fuego" in der Musikhochschule und fesselte die Zuhörer, die im überfüllten Saal auch auf den Stufen Platz genommen hatten, mit Flamenco. "Gota de Fuego", das sind Antje Gern (Tanz), Rüdiger Zietz und Gilberto Torres (Gitarre), Ralf Steinhauer (Percussion) sowie Christoph Rink (Saxophon). Leise perlte die Musik der Gitarre, seufzte, schluchzte, wechselte hin zu strahlender Freude. Und dann begann der Flamenco, jenes werbende Spiel der Körper, jene Mischung aus
Selbstdarstellung und Verführung. Stolz und schön schritten die Tänzerinnen in ihren typischen langen Kleidern über das Parkett, schwenkten ihren Rock wie ein Torero sein rotes Tuch. Rasend schnell; stampften die Füße, klatschten die Hände den Takt Rhythmus pur. Die Zuschauer waren begeistert. Schnelle Stücke wechselten mit ruhigen, sehnsüchtigen, traurigen, Tanz rnit reiner Instrumentalmusik. Da wurde von Einsamkeit erzählt aber auch von überschwänglicher Lebensfreude. Die Stücke luden zum Träumen ein und zum Ausbruch unbändigen Glücks. Zu hören waren traditionelle spanische Stücke, aber auch eigene Kompositionen der Gruppe. Das Repertoire reichte von klassischen Choreographien bis hin zu modernen Arrangements. Da zeigte Antje Gern sogar einen Tanz, der eigentlich den Männern vorbehalten ist, ausdrucksstark und voller Körperbeherrschung.
Die Zuschauer konnten kaum abwarten zu klatschen, pfiffen vor Begeisterung, forderten die Zugabe. Und die kam prompt, jedoch nicht, ohne das überwiegend junge Publikum zum Tanz und Mitklatschen aufzufordern. Am Ende gab es sogar Applaus von den Akteuren. Ein temperamentvoller spanischer Abend mit "Gota de Fuego" im Rahmen von "Jugend kulturell".

Kieler Rundschau
8.8.2000
Kieler Nachrichten / Gerald Kroll
... An der Skoda-Theaterbühne noch meinte man die Echos der stampfenden Schritte zu hören, mit denen die furiosen Sieben des Gota de Fuego Flamenco-Grandioso darboten. Hier wäre jeder Makel der Beherrschung ein Sakrileg. Jede Bewegung rinnt zum Symbol des Stolzes und des Kampfes mit den Waffen klatschender Hände und Kastagnetten ...

Schleswiger Nachrichten
Schleswiger Rundschau 9.10.99
Jazz-Bühne Landestheater Schleswig /
Feurige Rhythmen in Norddeutschlands kühlem Herbst: Flamencotanz und Flamencomusik vom Feinsten ...

Salzgitter Nachrichten
14.11.200
Salzgitter Nachrichten / S.H.
...Der Auftritt von Gota de Fuego" zeigte, dass auch deutsche Musiker den Flamenco temperamentvoll und urwüchsig zum Ausdruck bringen können. Die Gitarristen Gilberto Torres und Rüdiger Zietz gaben den Ton an und lieferten auf ihrem Instrument fulminante Improvisation. Zu Ihnen gesellte sich Anabelle Kießig am Cajon, einem Schlaginstrument aus Holz. Die Cajonspielerin verstärkte gekonnt den "Compas", wie die besondere rhythmische Akzentuierung in der Flamencomusik genannt wird.
Schon diese Dreierformation sorgte für ein feuriges musikalisches Ereignis. Annabelle Kießig und die beiden Gitarristen demonstrierten nicht nur die kraftvolle Schönheit dieser Musik, die emotional anspricht, sondern auch die rhythmische und klangliche Vielfalt des Flamenco, in dem Einflüsse arabischer, jüdischer und südamerikanischer Musik unverkennbar sind.
Das i-Tüpfelchen setzten die beiden Tänzerinnen Antje Gern und Ulrike Ahlf, die sowohl traditionelle Choreografien als auch moderne Arrangements spanischer Tanzlieder auf der Bühne umsetzten. Die Tanzdarbietungen gaben dem Programm den letzten Schliff und lockten das Publikum vollends aus der Reserve. Der Aufforderung der Tänzerinnen am Schluß eine Sevillanas mitzutanzen, kamen dann auch promt zwei Paare nach. Die übrigen Besucher feuerten die Tänzerinnen und Tänzer mit Klatschen an. So klang der Aben in Volksfestatmosphäre aus....
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