Hohe Kunst des Flamenco


Gitarrenduo „Gota de Fuego“ begeisterte Publikum

Gütersloh (WB). Mit ihren klassischen spanischen Gitarren unternahmen die als Duo „Gota de Fuego“ auftretenden Antonio Vito und Rüdiger Zietz während ihres mit „Klangkosmos Weltmusik“ überschriebenen Konzertes am Mittwoch in der Apostelkirche eine musikalische Reise durch die Geschichte des Flamenco.

Dieses Konzert stand im Zusammenhang mit 174 unter dem Titel „Klangkosmos Weltmusik NRW“ seit Juli 2006 bis April 2007 mit unterschiedlichsten Ensambles und in 31 Städten von NRW stattfindenden Darbietungen der Weltmusik. So ist in der Gütersloher Veranstaltungsreihe des Fachbereiches Kultur der Stadt Gütersloh in Zusammenarbeit mit dem Förderverein historische Kirchen im Stadtzentrum auch als im groß angelegtem Kooperationsprojekt mit den Kultursekretariaten NRW einzuordnen.

Der in San Francisco (Kalifornien) geborene und seit 2001 in Hamburg lebende Antonio Vito und der aus zahlreichen Musikprojekten bekannte Rüdiger Zietz – seit 1995 konertierten sie auf vielen Bühnen und Festivals in Europa in der Flamencoformation „Gota de Fuego“- verkörpern mit klassischen Stilrichtungen wie Alegria, Buleria, Solea oder Sevillanas durchaus weltoffenheit im Geist des Flamenco.

Auch in Ihren eigenen Kompositionen kamen sowohl kraftvolle Schönheit als auch rhythmische und klangliche Vielfalt zum Ausdruck.

Aus den mehr als 50 verschiedenen Richtungen dieses Genres erklang nach einem ersten solistischem Eröffnungssatz von Vito eine südamerikanische „Kolumbiana“ im Duo. Unmittelbar vielen die hervorragende Grifftechnik, eine sehr exakte Rhythmik und die in fließenden Läufen ausnehmend schönen Klangqualitäten beider Gitarristen auf.

Sevillanas mit aufmunternden arabischen sowie türkisch beinflussten oder festlich positiven Klangstimmungen aus Spanien und indisch inspirierte, durch Zigeiner in den Mittelmeerraum getragene Sätze in Kombination mit von Zietz beeindruckend rezirierten Gedichten des spanischen Lyrikers und Dramatikers Federico Garcia Lorca (1898-1936) vermittelten die vielschichtigen Facetten von überschwänglicher Lebensfreude bis wehmütiger Melancholie.

Sehr virtuos brilierte das Duo in Vitos Eigenkomkpositionen der Rumba „Sonido del Monte“ und der Rondena „Manzanares“. Auf den begeisterten Applaus des Publikums der vollbesetzten Apostelkirche reagierten die Virtuosen mit der Zugabe einer weiteren Sevillanas.
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13.10.2006, Westfalenblatt

Autor: Johannes Zoller

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